Übungen zum Selbst-Coaching

 

Übung: Inneren Frieden finden

Unsere Gefühle wollen gefühlt und angenommen werden. Wenn wir versuchen, sie zu verdrängen, machen wir sie nur noch stärker. Die folgende Übung hilft Ihnen dabei, sich selbst und Ihren Gefühlen mit Akzeptanz und Mitgefühl zu begegnen:

 

Nehmen Sie sich mindestens eine halbe Stunde Zeit und suchen Sie sich einen Platz, an dem Sie ungestört sind.

Setzen Sie sich bequem und aufrecht hin.

Ihr Atem ist ein wichtiger Schlüssel für die folgende Übung.

Atmen Sie sehr bewusst ein und aus. Achten Sie auf die Pausen zwischen den Atemzügen.

Lenken Sie Ihr Bewusstsein nach einer Weile besonders auf die Ausatmung.

Wenn Sie bereit sind, stellen Sie sich die folgenden Fragen - und lassen sich Zeit für jede einzelne Antwort.

Alle Antworten werden aus Ihrem Inneren heraus entstehen. Erlauben Sie sich, Ihre Gefühle zu fühlen, auch die schmerzhaften.

Hören Sie Ihrer inneren Stimme einfach zu und lassen Sie sich die ganze Zeit über von Ihrem Atem führen.

 

 

  • Denken Sie an eine Situation oder eine Erfahrung, die sich nicht gut angefühlt hat.
  • Welcher unangenehme Satz taucht auf, wenn Sie jetzt daran denken?
  • Welches Gefühl ist damit verbunden?
  • Wo in Ihrem Körper spüren Sie dieses Gefühl?
  • Was wünscht sich dieses Gefühl von Ihnen?
  • Stellen Sie sich vor, wie Sie diesem Gefühl alles geben, was es sich wünscht.
  • Bleiben Sie ruhig und gesammelt noch eine Weile sitzen.
  • Spüren Sie nach, wie sich Ihr JA zu Ihnen selbst und Ihrem Gefühl und dem dahinterstehenden Bedürfnis anfühlt.
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht auf die Dinge (Seneca)

 

Übung für Ihr persönliches Selbstcoaching: GEFÜHLSKOMPASS

 

Ist Ihnen bewusst, wie sehr Ihre Gedanken Ihre Gefühle bestimmen?

Und Ihre Gefühle Ihre Handlungen?

Und Ihre Handlungen dann die Realität formen, die Sie erleben?

Wenn Sie lernen, Ihre Gedanken achtsam zu lenken, wird es Ihnen immer leichter fallen, einen Gefühlskompass zu entwickeln, der dann zu Ihrem ganz persönlichen Lebenskompass werden kann. Das erreichen Sie, indem Sie sich immer wieder die Frage stellen: Wie möchte ich mich fühlen?

 

Übung:

 

 

 

  • Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit zu 100% darauf aus, wie Sie sich fühlen möchten. Lassen Sie ein oder mehrere Bilder dazu vor Ihrem inneren Auge entstehen: Wie würde sich Ihr Leben, Ihre Beziehung, Ihr Job anfühlen, wenn Sie (zum Beispiel) Freude oder Fülle empfinden?

 

  •  Lassen Sie sich die von Ihnen gewählte Empfindung mit allen Sinnen wahrnehmen. Spüren Sie in Ihren Körper hinein: Wo entspannt sich etwas? Wie fühlt sich dieses Gefühl an, wenn Sie es wirklich mit Ihrem ganzen Körper wahrnehmen?

 

  • Bleiben Sie mindestens 3 Minuten oder länger mit Ihrer Aufmerksamkeit und allen Ihren Sinnen bei diesem Gefühl.

 

  • Welche (neuen) Gedanken entstehen, wenn Sie dieses Gefühl fühlen? Machen Sie sich den Zusammenhang zwischen Ihren Gedanken und Ihren Gefühlen bewusst.

 

  • Nehmen Sie sich vor, Ihre Aufmerksamkeit von nun an jeden Tag darauf auszurichten, diesen positiven Gefühlszustand wiederherzustellen, indem Sie ihn fühlen bzw. sich daran erinnern, wie er sich anfühlt.

 

  • Üben Sie das mindestens 40 Tage lang regelmäßig, am besten zu einem festgelegten Zeitpunkt. Der frühe Morgen ist dafür sehr gut geeignet. Vielleicht finden Sie einen Satz für sich, der zu diesem neuen „Seinszustand“ passt. Wiederholen Sie diesen Satz mehrmals am Tag und spüren Sie jeweils nach, wie Sie sich fühlen, wenn Sie ihn sagen. Neurowissenschaftliche Studien belegen den nachhaltigen Effekt dieser Übung.

 

© Kirsten Pape

 

 

Übung in Dankbarkeit

 

Führen Sie ein „Dankbarkeits-Tagebuch“.

Schreiben Sie jeden Tag morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem schlafen gehen mindestens 5 Dinge/Menschen/Erlebnisse etc. hinein, für die Sie dankbar sind.
FÜHLEN Sie, was Sie gerade aufgeschrieben haben.

 

 

 Entspannung des Parasympathikus

 

Unser parasympathisches Nervensystem ist dafür zuständig, dass wir uns beruhigen und unseren täglichen Stress "verdauen". Wenn wir angespannt, gestresst oder gereizt sind, spannen sich die Muskeln in unserem Körper an, um zu kämpfen, zu fliehen oder zu erstarren - die natürliche Reaktion des Körpers auf Stress bzw. das, was unser Nervensystem als Bedrohung empfindet.

Mit ein paar einfachen Atem- und Körperübungen können wir unseren Parasympathikus aktivieren:

 

*Entspannen Sie Ihre Zunge und Ihren Kiefer. Berühren Sie Ihre Lippen mit den Fingern und öffnen Sie sie leicht.

 

*Das parasympathische Nervensystem ist für die Ausatmung zuständig. Atmen Sie mindestens eine Minute lang so, dass Ein- und Ausatmung gleich lang sind. Zählen Sie bei jedem Einatmen in Gedanken bis 5 oder bis 6, nehmen Sie die kurze Pause wahr, bis Sie wieder ausatmen, und zählen Sie auch beim Ausatmen wieder bis 5 oder 6.

 

*Legen Sie sich bequem auf den Rücken. Entspannen Sie Ihr Zwerchfell, indem Sie Ihre Rippen jeweils von der Mitte zu den Seiten ausstreichen. Wiederholen Sie das ein paar Mal. Dann legen Sie eine Hand auf den Bauch unterhalb Ihres Rippenbogens und atmen tief ein und aus. Nehmen Sie wahr, dass Ihre Hand dabei sanft weggedrückt wird.

 

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