Darf man in dieser Zeit – auch – Hoffnung haben und sogar über Chancen nachdenken?

 

Ich finde: Ja! Im gleichzeitigen Wissen um und Mitgefühl für die vielen Menschen, die jetzt in dieser Corona-Zeit Angst haben um ihre eigene Gesundheit und die ihrer Liebsten. Die sich sorgen um ihr materielles Überleben, die sich fürchten vor einer Zukunft, die unsicher und bedrohlich erscheint.

Ich will diese Angst nicht weg reden– es ist wichtig, sie zu fühlen, sie anzunehmen und mit ihr umgehen zu lernen.

Texte und Tools dazu finden Sie an anderer Stelle in diesem Blog.

 

In diesem Beitrag heute möchte ich Sie ermutigen, diese herausfordernde Zeit AUCH konstruktiv und positiv zu nutzen, wann immer es Ihnen möglich ist. Ich finde es großartig, wie viele Menschen bereits mit ihrer Empathie und Hilfsbereitschaft dazu beitragen, die Corona-Krise zu meistern. Mich erfüllt es mit großer Dankbarkeit, in einem Land zu leben, das reich ist und seinen Reichtum jetzt nutzt, um seine Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und zu schützen. Ich wünsche mir - und sehe eine Riesenchance dafür - dass wir alle aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und nach der Krise wirklich konsequent umsteuern zu einem sozial gerechten und ökologischen Wirtschaftssystem. Die Auswirkungen und Auswüchse unseres auf Wachstum, Profit, Egoismus und „Geiz ist geil“ – Mentalität getrimmten Wirtschaftssystems sind auf erschreckende und fatale Weise deutlich geworden.

 

Worauf lenke ich meine Aufmerksamkeit und zu welcher Zukunft möchte ich beitragen?

 

Wie wäre es, wenn wir nach der Krise (und sie wird irgendwann vorbei sein!)  nicht zurückkehren in die Zeit der gegenseitigen Schuldzuweisungen? Wenn wir keine Machtspiele mehr spielen? Wenn wir uns nicht zurückziehen in vermeintliche politische Ohnmacht

oder in eine Opferrolle? Wenn wir uns an Fakten halten und Verschwörungstheorien welcher Art auch immer keinen Platz mehr geben? 

 

Wie wäre es, wenn wir stattdessen, alle gemeinsam und jede/r für sich an seinem und ihrem Platz, weise und aus Verantwortung für uns selbst, die Gesellschaft und die Umwelt, die richtigen Lehren ziehen aus der Pandemie?

 

Jede/r kann sich fragen, was er oder sie künftig verändern möchte an seiner Haltung, seinem Lebensstil, seiner Arbeit, seinem Umgang mit sich selbst und mit anderen.

Worauf sie oder er bereit ist, zu verzichten. Und welchen Beitrag er oder sie leisten möchte zum Gemeinwohl und zum Überleben unseres Planeten.

 

Und damit bin ich bei den Chancen. Und ein paar Fragen, die Sie vielleicht inspirieren können, Ihre Aufmerksamkeit  - auch - positiv in die Zukunft zu richten.

 

* Können Sie es – auch - als eine Qualität dieser Zeit der Unsicherheit, Entschleunigung und Einschränkung empfinden, dass Sie jetzt in Kontakt kommen mit Ihrem tiefsten Inneren?

 

Egal ob Ihre Antwort ja oder nein lautet:

 

*Welche inneren und äußeren Ressourcen können Sie mobilisieren, um sich den vielen Themen, Fragen und Ängsten zu stellen, die vielleicht schon lange in Ihnen warten und jetzt beantwortet werden wollen?

 

Können Sie z.B. Ihre wichtigen Ressourcen Mut, Kreativität, Vertrauen aktivieren? Wenn Sie glauben, die hätten Sie nicht, wenn Sie sich kraftlos oder ohnmächtig fühlen: Ich versichere Ihnen: Jeder Mensch trägt in seinem Inneren alles, was er braucht. Oft sind uns unsere eigenen inneren Schätze nur nicht mehr bewusst. Wir können sie aber heben. Erinnern Sie sich zurück an Zeiten, als Sie mutig waren, als Sie Vertrauen gespürt haben, als Sie kreative Lösungen für ein Problem gefunden haben!  Welche Gedanken könnten Sie denken, um sich selbst Mut und Kraft zu geben? Fragen Sie sich: Wer oder was kann Sie dabei unterstützen, Ihre Ressourcen zu aktivieren? Seien Sie liebevoll und geduldig mit sich. Und kehren Sie immer wieder mit Hilfe Ihres Atems zurück ins JETZT.

 

Vielleicht mögen Sie sich - auch - fragen:

 

*Was ist wirklich wichtig in meinem Leben? Nehmen Sie sich Zeit für diese Reflektion. Die Antworten werden irgendwann kommen. Halten Sie inne und fragen sich, welche Ihrer (vielleicht sehr vielen) bisherigen Aktivitäten und Ablenkungen Sie wirklich genährt und Ihnen gut getan haben? Mit wem haben Sie vielleicht viel zu wenig Zeit verbracht?  Womit wollen Sie in Zukunft Ihre Zeit erFÜLLEnd verbringen?

 

Eine weitere wichtige, wenn auch sehr tiefgehende Frage kann sein:

 

*Was gibt meinem Leben Sinn? Tue ich etwas, das mich wirklich erfüllt?

 

Nutzen Sie die jetzige Zeit, um sich zu fragen, ob Sie vielleicht künftig (auch) etwas anderes tun wollen?

 

Die nächsten Fragen lauten:

 

*Wozu möchte ich beitragen? Und:

 

*Was will ich (mit) erschaffen für mich? Und für andere? Was bin ich bereit, zu geben?

 

 

Diese Fragen sind als Impulse gedacht, die Sie dabei unterstützen können, mit Ihrem inneren Potenzial in Verbindung zu kommen.

 

Wie immer Ihre Antworten ausfallen – es kann eine Chance sein, wenn Sie diese Zeit jetzt - auch und trotz allem - nutzen für diese konstruktive Auseinandersetzung mit sich selbst, Ihren Werten und Ihrer Vision.

Mit der Veränderung, die Sie vielleicht für sich selbst und die Welt auf den Weg bringen und leben wollen.

Mit der Zukunft, die Sie mitgestalten können.  

 

P.S.: Und wenn Sie sich komplett überfordert fühlen z.Zt. und Ihnen das alles viel zu viel ist, lassen Sie es einfach.

Leben findet immer JETZT statt. Die jetzige Zeit zu meistern, ist Herausforderung genug.

 

Anregungen für einen achsamen Umgang mit der Krise finden Sie hier.

 

7.4.2020

 

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