Leseprobe: Vom Mut, den eigenen Weg zu finden 

Wüstenbild  bei Achtsamkeits-Coaching.Köln Sahara (Foto: Kirsten Pape)

Prolog: Bewusst SEIN in der Stille der Wüste

 

Ich bin, wieder mal, in der Wüste.

Die endlose Weite der marokkanischen Sahara umhüllt mich wie ein schützender Mantel. Ich fühle mich geborgen und verbunden mit dem, was einfach IST. Es ist die Leere, das vermeintliche Nichts, die hörbare Stille, die mir immer wieder den Raum öffnet, ich selbst zu sein. Nicht mehr und nicht weniger. Ich spüre meinen Körper. Ich beobachte meine auch hier rastlosen Gedanken, die mich entweder an schöne und weniger schöne Erfahrungen in meinem Leben erinnern oder in eine imaginäre Zukunft führen.

 

Wenn es mir gelingt, sie zu stoppen, bin ich einfach hier. Jetzt. Kann in der Stille der Wüste einen tiefen inneren Frieden wahrnehmen. In der Wüste ist alles so, wie es eben ist. Ich verliere mich in den endlosen Formen und Farben der Sandlandschaft. Zeichne mit den Augen die weiblichen Formen der Dünen nach, der ‚Malerei des Windes’, wie sie die Nomaden nennen. Die Wüste ist für mich das Sinnbild der Hingabe an das Leben. Hier kann ich am besten meine innere Stimme hören. Jene Stimme, die im Alltag so oft überlagert wird von ‚wichtigeren’ Dingen. Sie sagt mir, dass alles gut ist so, wie es ist. Es nichts zu tun, zu erreichen gibt. Dass es genug ist, zu sein. Zu leben und alles, was mir in diesem Leben begegnet - das Schöne genauso wie das Schmerzhafte - als Erfahrung anzunehmen.
Dieses tiefe Wissen ist in mir. Es ist uralt, und erschließt sich immer wieder neu. Ich kann es jederzeit abrufen. Hier in der Wüste, oder auch an anderen stillen Plätzen in der Natur, geht das leichter als im ‚richtigen Leben’. Ich habe lange danach gesucht. Glaube zwischendurch immer mal wieder, es verloren zu haben.

Doch es ist – und bleibt - da. Gibt mir Kraft und hilft mir, zu vertrauen.

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